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Corona Krise: Home-Office mit Zoombombing und Webcams, die viel mehr sehen als Sie wollen!

Aktualisiert: 25. Apr 2020

Vor einigen Jahren sorgte ein Bild für Aufsehen, das den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit seinem Notebook zeigte, an dem er Kamera und Mikrofon sorgfältig abgeklebt hatte. Was damals noch für Erheiterung sorgte, ist mittlerweile für viele von zu Hause arbeitenden Menschen zu einer gängigen Vorsichtsmaßnahme geworden.

„Stay@Home“ bedeutet für viele Menschen inzwischen auch, in ihrem Zuhause beruflich notwendige Video-Besprechungen abzuhalten. Mit der Zunahme von Konferenzen über Plattformen wie Skype oder Zoom hat sich auch die Zahl gehackter Webcams dramatisch gesteigert, berichten Experten für Datensicherheit.


Bitte lächeln, Sie werden gefilmt. Neben der Möglichkeit, bei einer vertraulichen Besprechung gestört oder belauscht zu werden, stieg in letzter Zeit auch die Gefahr, über die eigene Kamera beobachtet zu werden, selbst wenn diese scheinbar abgeschaltet ist. Schadsoftware, die es ermöglicht, fremde Kameras fernzusteuern, kann man im Internet verhältnismäßig günstig erwerben.

Große Unternehmen und Organisationen sind sich des Risikos bewusst, was ungesicherte Videokameras und Mikrofone bedeuten. Der ehemalige FBI-Chef James Comey gab beispielsweise bekannt, dass Mitarbeiter amerikanischer Regierungsbehörden dazu angehalten wurden, ihre Kameras abzukleben. Das deutsche Bundesministerium für Familie verteilt an Bürger kostenlose Aufkleber, um Webcams abzudecken.

Verlassen können Sie sich jedenfalls nicht darauf, anhand des kleinen Lämpchens neben Ihrer Kamera überprüfen zu können, ob Sie vielleicht schon ohne Ihr Wissen ausspioniert werden. Das Kontrolllicht für Ihre Webcam wird von solchen Schadprogrammen in der Regel abgeschaltet und zeigt Ihnen keine Kamera-Aktivitäten an.

Als einfachste Lösung dieses Problems kann jeder seine Kamera mit einem Post-it oder einem Aufkleber abdecken. Für wen solche Maßnahmen nicht ausreichend erscheinen, dem bietet der Fachhandel mittlerweile eine große Auswahl an kostengünstigen Abdeckungen für Webcams an.

Neben einer Überwachung der Hardware ist es auch notwendig, die Sicherheit einzelner Anwendungen genauer unter die Lupe zu nehmen.


Als Beispiel zu erwähnen ist in dem Zusammenhang die neuerdings sehr beliebte Videokonferenz-Plattform Zoom. Das 2019 an die Börse gegangene Unternehmen bezeichnet sich selbst als weltweiter Marktführer für Videokonferenzen. Um Zoom als cloudbasierte Konferenzsoftware zu nutzen, ist lediglich ein Browser nötig, aufwendige Installationen entfallen. Spätestens seit Beginn der Corona-Krise findet die Technologie auf vielen Laptops Verwendung – weltweit teilen mittlerweile 200 Millionen Benutzer im Monat Aufnahmen aus Büros und privaten Haushalten.


Zoombombing. Die Sicherheitsrisiken bei der Verwendung derartiger Technologien wurden spätestens mit dem Phänomen des „Zoombombing“ offensichtlich. Nicht berechtigte User schalteten sich dabei in laufende Konferenzen und störten diese unter anderem mit obszönen Videos, worauf Zoom zwischenzeitlich mit verbesserten Sicherheitseinstellungen reagiert hat.

Und noch einmal lohnt es sich, uns allen ohnehin schon bekannte Sicherheitsmaßnahmen zu wiederholen. Darunter fällt es beispielsweise, Ihre Anti-Viren-Software immer am aktuellsten Stand zu halten und in regelmäßigen Abständen Sicherheitsscans durchzuführen. Verlassen Sie sich nur auf Software aus vertrauenswürdigen Quellen und halten Sie Ihre Passwörter immer aktuell.


Empfehlenswert ist es jedenfalls, vertrauliche Besprechungen nicht über Videokonferenzen abzuhalten, sondern relevante Themen auf besonders sicheren Kanälen oder bei Telefongesprächen zu behandeln.

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